05. Juli 2026 · n8n · Automatisierung · KMU · Datenschutz
n8n, Zapier oder Make? Automatisierung für Schweizer KMU im Vergleich
Zapier, Make und n8n im ehrlichen Vergleich für Schweizer KMU — mit Fokus auf Datenhoheit, Kosten bei Volumen und revDSG-Konformität. Warum wir selbst hosten.
Wer wiederkehrende Abläufe automatisieren will — Anfragen ins CRM, Rechnungen ins ERP, Benachrichtigungen ins Team — landet schnell bei drei Namen: Zapier, Make (früher Integromat) und n8n. Alle drei verbinden Apps über Auslöser und Aktionen. Der Unterschied liegt nicht in der Grundidee, sondern in drei Fragen, die für Schweizer Betriebe besonders zählen: Wo liegen meine Daten? Was kostet es bei Volumen? Und wie weit kann ich es treiben, bevor die Plattform mich ausbremst?
Der entscheidende Unterschied: Wo laufen die Daten?
Zapier und Make sind Cloud-Dienste aus den USA. Jede Automatisierung — und damit jeder Datensatz, der durch sie fliesst — läuft über deren Infrastruktur. Für viele Anwendungsfälle ist das unproblematisch. Sobald aber Personendaten, Lohn- oder Gesundheitsdaten im Spiel sind, wird es heikel: Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) verlangt eine saubere Rechtsgrundlage für die Bekanntgabe ins Ausland, und die Verantwortung bleibt bei Ihnen.
n8n lässt sich selbst hosten. Die Workflows und die durchlaufenden Daten bleiben auf Ihrer eigenen Infrastruktur — in der Schweiz, in der EU oder wo immer Sie wollen. Das ist kein Nice-to-have, sondern für datenschutzsensible Prozesse oft die einzige saubere Option. Genau deshalb ist n8n unser Standard.
Kosten: Der Pro-Task-Faktor
Zapier und Make rechnen nach ausgeführten Aufgaben («Tasks» respektive «Operations») ab. Das ist bei geringem Volumen günstig und startet ohne Aufwand. Sobald ein Workflow aber Tausende Datensätze pro Tag verarbeitet, wächst die Rechnung mit — jeder einzelne Schritt kostet.
n8n hat dieses Preismodell nicht. Selbst gehostet zahlen Sie für den Server, nicht pro Aktion. Ein Workflow, der eine Million Datensätze bewegt, kostet gleich viel wie einer, der hundert bewegt. Bei hohem Volumen kippt die Rechnung deutlich zugunsten von n8n.
Flexibilität: Wenn Standard nicht reicht
Zapier ist bewusst einfach gehalten — ideal für lineare «Wenn A, dann B»-Automatisierungen. Make bietet mehr Verzweigung und visuelle Kontrolle. n8n geht am weitesten: Verzweigungen, Schleifen, eigener Code (JavaScript), eigene HTTP-Aufrufe, KI-Bausteine, Fehlerbehandlung. Wo die Standard-Bausteine enden, schreiben Sie einfach die drei Zeilen selbst.
Das ist Fluch und Segen zugleich: n8n verlangt etwas mehr technisches Verständnis. Dafür stösst man selten an eine Grenze, an der die Plattform sagt «das geht bei uns nicht».
Die ehrliche Einordnung
| Zapier | Make | n8n | |
|---|---|---|---|
| Einstieg | am einfachsten | mittel | technischer |
| Datenhoheit | US-Cloud | US-Cloud | selbst gehostet |
| Kosten bei Volumen | steigend | steigend | flach |
| Flexibilität | begrenzt | gut | sehr hoch |
Es gibt keinen absoluten Gewinner. Für eine schlanke Ein-Personen-Automatisierung ohne sensible Daten ist Zapier in zehn Minuten aufgesetzt. Sobald aber Datenschutz, Volumen oder Individualität ins Spiel kommen — und das ist bei den meisten ernsthaften Geschäftsprozessen der Fall — spricht vieles für die selbst gehostete Variante.
Warum wir n8n selbst betreiben
Wir empfehlen n8n nicht aus der Theorie. Wir betreiben unsere eigene Lead-Gewinnung, Dokumenten-Auslesung und interne Automatisierung auf einer selbst gehosteten n8n-Instanz — auf einem Server, dessen Daten unsere Infrastruktur nicht verlassen. Was wir für uns gebaut haben, bauen wir für Sie: datensouverän, ohne Pro-Task-Falle, und so weit ausbaubar, wie es Ihr Prozess verlangt.
Wenn Sie unsicher sind, welcher Weg zu Ihrem Anwendungsfall passt, besprechen wir das unverbindlich — ehrlich, auch wenn die Antwort manchmal «dafür reicht ein einfacheres Werkzeug» lautet.
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Wir schätzen unverbindlich ein, was in Ihrem Fall realistisch automatisierbar ist — ehrlich, auch wenn die Antwort manchmal «dafür braucht es kein Projekt» lautet.
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